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23.05.2019, 07:13 Uhr

Junge Union zur Ausrufung des Klimanotstandes: Münster ist kein Notstandsgebiet

„Münster ist kein Notstandsgebiet, sondern eine grüne Oase“

Junge Union Münster kritisiert die Ausrufung des Klimanotstandes. „Münster ist kein Notstandsgebiet, sondern eine grüne Oase. Ausgerechnet bei uns den Notstand auszurufen ist absurd“. Mit diesen Worten kommentiert der Vorsitzende der Jungen Union Münster, Dietrich Aden, die (voraussichtliche) Entscheidung des Münsteraner Stadtrates heute Abend, den Klimanotstand für Münster auszurufen.

Die Junge Union kritisiert, dass die Ausrufung des Klimanotstandes, auch wenn es nur symbolisch gemeint ist, mit seiner Untergangsrhetorik Ängste schürt und Abwehrhaltung bei den Bürgern hervorruft. 

„Wenn wir die Gesamtbevölkerung für die enorm wichtigen Themen des Klima- und Naturschutzes gewinnen wollen, sollten wir mit dem schon Erreichten Mut machen und für den schon längst beschlossenen Masterplan 100 % Klimaschutz werben“, so Aden weiter. So gehöre Münster bundesweit zu den Großstädten mit dem höchsten Anteil an Grünflächen, über 40 Prozent des Verkehrs finde auf dem Fahrradsattel statt und die Stadt plane und setze Maßnahmen um, damit sich der Anteil am motorisierten Individualverkehr deutlich verringert. Hier sei exemplarisch an die Reaktivierung der WLE-Bahnstrecke (Anmerkung: Die Reaktivierung der Eisenbahnstrecke der Westfälischen Landeseisenbahn zwischen Sendenhorst und Münster), die geplante Fahrradstrecke entlang des Dortmund-Ems-Kanals aber auch an die Elektrobus-Flotte der Stadtwerke zu denken.

Die Junge Union erinnert daran, dass der Rat der Stadt Münster Ende 2017 den Masterplan „100% Klimaschutz – Münster Klimaschutz 2050“ und im September 2018 operative Ziele zur Nachhaltigkeitsstrategie Münster 2030 beschlossen hat. Anstatt affektiert den Klimanotstand auszurufen wäre es sinnvoller, wenn der zuständige Dezernent über den Stand der Umsetzung berichten und der Rat hierüber kritisch beraten würde.

Die Junge Union Münster wirbt dafür, dass der Klima- und Naturschutz nicht zu einem Thema wird, welches bei den Menschen nur mit Restriktionen oder Ängsten in Verbindung gebracht wird, sondern auch Chancen und Aufbruchstimmung vermittelt: „Um beispielsweise den Stein- und Betonwüsten in vielen Vorgärten zu begegnen, die keinen Lebensraum für Insekten bieten, schlagen wir die Auslobung eines Preises für den grünsten/ artenreichsten Vorgarten in Münster vor. Dies würden die Menschen zum aktiven Naturschutz motivieren“, so Aden abschließend.